Klara Bolle – Zitronenjette (33 von 33/2019)

Ich habe es tatsächlich, dank der Herzensmenschen die Mitglieder geworden sind geschafft, die mir vorgenommene Mitgliederanzahl von 33 Mitgliedern für dieses Jahr zu erreichen. Die Unfallkinder, die das Jugendwerk betreut danken es Euch aus ganzem Herzen. Natürlich geht mein Werben weiter liebe Freunde, denn Unfälle passieren leider ohne Vorwarnung. Die Nr. 33, Zitronenjette Klara Bolle, ist dazu noch ein Hamburger Wahrzeichen, die ich zusammen mit dem Hummel-Hummel-Mann bei diversen Veranstaltung antreffe.

Bei dieser besonderen Anmeldung erlaube ich mir mal die interessante Geschichte die Klara Bolle über die Zitronenjette publiziert hat.

„Die Zitronenjette ist im Jahre 1841 in Dessau unter den Namen Johanne Henriette Marie Müller geboren. Sie zog als kleines Kind mit ihrer Mutter und Schwester nach Hamburg. Als ihre Mutter starb, lebte sie mit ihrer Schwester zusammen, die als Wäscherin ihr Geld verdiente. Da sie nur 132 cm. groß bzw. klein wurde, hatte sie es schwer eine Verdienstmöglichkeit zu finden.

Damals schon kamen von Übersee die Schiffe in den Hamburger Hafen und hatten auch Südfrüchte an Bord. Da ging sie einfach zu den Matrosen an Bord und kaufte von denen die Zitronen, diese legte sie in einen kleinen Korb und zog dann damit durch die Straßen von Hamburg, um sie zu verkaufen. Aus Henriette wurde damals schon der Kurzname „Jette“. Als sie nun mit dem kleinen Zitronenhandel begann, war die Zitronenjette geboren.

Sie zog auch mit ihrem kleinen Korb durch die Kneipen auf der Reeperbahn und traf dort die Matrosen von den Schiffen wieder, die sich dann mit ihr ein kleines Spiel erlaubten und die kleine „Deern“ mit Kümmel abfüllten. So wurde sie leider langsam zur Alkoholikerin und wurde dementsprechend auffällig. Daher sah man sich gezwungen, sie von Hamburgs Straßen zu entfernen und brachte sie nach Friedrichsberg in eine Anstalt, wo sie im 75. Lebensjahr zufrieden verstarb.

Im Ernst-Drucker-Theater (heute St. Pauli-Theater) wurde 1900 eine Posse von der Zitronenjette gespielt. Zu der Premiere lud man die Zitronenjette ein, die es nicht fassen konnte, dass man über ihr armes, karges Leben ein Stück geschrieben hatte. Daraus wurde dann später ein richtiges Theaterstück, welches über 1000mal im St.Pauli-Theater aufgeführt wurde. Mit einer einzigen Ausnahme, das war Christa Siems, wurde die Zitronenjette immer von einem Schauspieler dargestellt. Es freut mich ganz besonders, dass Karl-Heinz Wellerdiek als Festivalleiter vom Hamburger Elbsommer seit 2004 die Zitronenjette wieder in’s Programm genommen hat. Im Juli und August 2005 kann man die „Zitronenjette“ im Engelsaal sehen. Auch diesmal wird die „Zitronenjette“ von einem Schauspieler, nämlich ganz großartig von Karl-Ulrich Meves dargestellt. Mit Herma Koehn ist die Rolle der Schwester einfach toll besetzt. Wir hoffen nicht, dass das Theaterstück „Zitronenjette“ wieder in die Versenkung geht, sondern, dass es immer wieder einmal aufgeführt wird.“

Liebe Klara – im Namen der vom Jugendwerk betreuten Unfallkinder und aller aktiven Förderkreismitglieder begrüßen wir Dich als eine wichtige Säulen in der Familie der HELFENDEN. Peter Sebastian (1.Vorsitzender)

PS.: Das „Gemeinnützige Jugendwerk unfallgeschädigter Kinder e.V.“ (http://jugendwerk-hamburg.de) und der „Förderkreis zugunsten unfallgeschädigter Kinder e.V.“ (http://www.achteaufmich.de) helfen, wo sie nur können, ganz besonders DANK EURER Unterstützung! Wer ebenfalls Interesse hat, mit nur 5.- € im Monat die wertvolle Arbeit des Jugendwerkes als Fördermitglied zu unterstützen, kann mich sehr gern kontaktieren. Bitte ruft einfach unter 040-7632146 an, oder sendet eine Mail an info@achteaufmich.de.